Redaktionsausschuss informiert sich bei Bayer
Redaktionsausschuss informiert sich bei Bayer

Die „Zuckerrübe“ ist die Fachzeitschrift für alle norddeutschen Rübenanbauer. Von Anklam über das Einzugsgebiet der Nordzucker AG bis zu den Standorten von Pfeifer & Langen finden Rübenanbauer sechs Mal im Jahr die Fachzeitschrift im Briefkasten. Im Redaktionsausschuss beraten Mitarbeiter der Zuckerunternehmen und Zuckerrübenanbauerverbände über die Inhalte:

Welche Fragen zum Rübenanbau sind für die Leserschaft von Interesse, wie gestalten sich wirtschaftliche und politische Entwicklungen und was gibt es Neues in den Unternehmen, Verbänden und aus der Beratung?

Vergangene Woche hatte das Redaktionsteam die Gelegenheit, die Firma Bayer in Monheim zu besuchen. Auf dem 65 Hektar großen Gelände nahe des Rheins sind Verwaltung und Forschungseinrichtungen der Sparte Crop Science angesiedelt. Mit Experten aus dem Bereich Pflanzenschutz wurde über aktuelle Themen zum Zuckerrübenanbau diskutiert. So wurden dem Redaktionsteam Einblicke in die Genehmigungsverfahren von Notfallzulassungen zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade und zur Zulassung der neuen Beize „Buteo Start“ gegeben. Besonderen Diskussionsstoff bot die allgemeine Einordnung des Zulassungsverfahrens von Pflanzenschutzmitteln in der EU. Aus dem Vortrag des Bayer-Experten wurde deutlich, dass der Forschungsstandort EU vor großen Herausforderungen steht. Das gefahrenbasierte System der EU-Verordnung 1107/2009 führt dazu, dass viele Wirkstoffe pauschal abgelehnt werden. Die Forschung und Entwicklung eines neuen Wirkstoffs bindet viel Zeit und Geld bei den Firmen. Wenn die Erfolgsaussichten in der EU gering bleiben, droht eine weitere Abwanderung ins Ausland. Aus Sicht von Bayer muss der Zweck der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungsmittelproduktion wieder in den Fokus rücken und die Verfahren umgestaltet, beschleunigt und vereinheitlicht werden.

Die Besichtigung der Institute zur Insektizidforschung und terrestrischen Ökotoxikologie bot abschließend spannende Einblicke in die Forschungspraxis. Im Kleinen wird getestet, dass die Pflanzenschutzwirkstoffe am Ende auf dem Acker machen, was sie sollen: die Schädlinge beseitigen, aber gleichzeitig Nützlingen, Boden- und Wasserlebewesen sowie der Umwelt nichts anhaben.

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Bayer für den informativen Tag.