In Europa werden in den Zeitschriften der Anbauerverbände Betodlaren (Schweden) und Sukkerroe-NYT (Dänemark) sowie in Fachmagazine wie die Sugar Industry über Vertragsanpassungen und Maßnahmen für den Rübenanbau 2026 berichtet. Nach mehreren starken Kampagnen und einem leicht rückläufigen Konsumverhalten ist derzeit viel Zucker auf dem Markt. Mehrere Länder rufen daher zur Flächenreduzierung auf:

Schweden

In Schweden kann die Anbaufläche für 2026 freiwillig gegen eine Entschädigung reduziert resp. Rüben auf 2027 übertragen werden. Die Flächenreduzierung wird mit 372 Euro pro Hektar entschädigt. Dies gilt für Reduzierungen von mindestens fünf Hektar oder für die gesamte Anbaufläche, wenn diese kleiner ist als fünf Hektar. Bei der Vertragsgestaltung für 2027 dient dabei weiterhin die vertraglich gebundene Fläche von 2026 vor der Reduzierung als Grundlage. Die Reduzierung erfolgt in erster Linie bei Einjahresverträgen.

Dänemark

Die diesjährigen Vertragsverhandlungen zum Rübenvertrag für 2026 gestalteten sich in Dänemark langwierig. Neben Mengen und Preisen wurden auch die Bedingungen für neue Anbauerinnen und Anbauer verhandelt. Das gesamte Vereinbarungspaket für den Vertrag 2026 wurde im Oktober 2025 vorgestellt. Es wurde gut gezeichnet, sodass Nordic Sugar die gewünschte Vertragsmenge für 2026 erreicht hat.

Großbritannien

Der angebotene Rübenpreis für 2026 ist in Großbritannien niedriger angesetzt als im Vorjahr. Als Teil der Vereinbarung wird den Anbauerinnen und Anbauern die Möglichkeit eines sogenannten „Ruhejahres“ angeboten. Dieses erlaubt es, die Rübenfläche 2026 zu reduzieren, ohne das Recht auf einen Rübenvertrag in den Folgejahren zu verlieren. Die Rübenfläche wird 2026 voraussichtlich deutlich geringer ausfallen als 2025, da sich durch veränderte Witterungsbedingungen attraktive Konkurrenzfrüchte etabliert haben.