Zuckerrohrernte in Australien
Zuckerrohrernte in Australien

Die letzte Rübenkampagne war für die Australier ein stetiges Auf und Ab.
Nasse Witterung, Arbeitskräftemangel, Arbeitskonflikte und eine schlechte Mahlleistung verlängerten die Zuckerrohrkampagne bis in den Januar. Die australischen Fabriken haben etwa 27,3 Millionen Tonnen Zuckerrohr verarbeitet.

Über eine Million Tonnen Zuckerrohr konnte allerdings nicht geerntet werden – das entspricht der Menge, die eine Fabrik in normalen Jahren verarbeiten würde. Obwohl für die Ernte 2024 keine Rekorderträge erwartet wurden und die hohen Zuckerpreise auf dem Weltmarkt Hoffnung gaben war der Abschluss der Kampagne ehr frustrierend.

Während der herausfordernden Kampagne konnten dennoch einige Erfolge erzielt werden: Im März brachte der australische Anbauerverband CANEGROWERS mit einem neuen Projekt den Zuckerrohr in die Klassenzimmer von Queensland – dabei wird den Schülern aufgezeigt, wie Zuckerrohr angebaut, verarbeitet und verwendet wird. Das Ziel dabei ist, den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Branche kennen- und verstehen zu lernen. Das Motto dabei lautet: „Zuckerrohr – vom Feld in die Tüte.“ Langfristig geht es darum, ein Verständnis und eine Wertschätzung für die Rolle des Zuckerrohrs in Australiens Lebensmittelsystem, Wirtschaft und Umweltlandschaft aufzubauen. Ein weiterer Höhepunkt der Kampagne war die „Sugar Cubed“ – eine neu ins Leben gerufene Konferenz der Branche. Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Zukunft der Zuckerrohrwirtschaft. Themen waren unter anderem, wie eine auf Zuckerrohr basierende nachhaltige Flugkraftstoffindustrie aussehen könnte, wie die Landwirtschaft rentabler gemacht werden kann und wie Australiens nachhaltig produzierter Zucker Zugang zu mehr globalen Märkten erhalten kann. Gleichzeitig befasste sich die Konferenz mit der Frage, wie Landwirte, Forscher und politische Entscheidungsträger besser zusammengebracht werden können.

Das neue Zuckerrohrjahr startete für die australischen Landwirte ähnlich frustrierend, wie die letzte Kampagne endete. Zum Beginn des Jahres wurden einige Zuckerrohrflächen in Nord-Queensland durch Überschwemmungen stark beschädigt. Für die Aufräumarbeiten und die Neupflanzung des Zuckerrohrs in den Überschwemmungsgebieten hat CANEGROWERS bereits Mittel für die Wiederherstellung beantragt. Owen Mekens, Geschäftsführer der CANEGROWERS, bilanzier das Zuckerrohrjahr wie folgt:

„Rückblickend war das vergangene Jahr alles andere als einfach. Aber es hat uns auch daran erinnert, was die Branche gut kann – sich anpassen, sich einsetzen und zusammenarbeiten, um Probleme zu lösen, wenn sie entstehen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, um die Leistung der Fabriken zu verbessern, den saisonalen Arbeitskräftemangel zu bewältigen, die Herausforderungen im Erntesektor zu meistern und sicherzustellen, dass die Regierungspolitik mit den realen Bedürfnissen der Landwirte Schritt hält. Es besteht kein Zweifel, dass die Branche in einem komplexeren Umfeld als je zuvor agiert. Aber mit Zusammenarbeit, intelligenter Planung und der Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, hat der australische Zuckerrohranbau eine solide Grundlage, auf der er aufbauen kann.“