Die Delegierten der norddeutschen Rübenanbauer beim CIBE-Kongress (v. l.: Thomas Tiedemann, Ralf Tegtmeyer, Niels Kynast, Eckhard Hinrichs, Dr. Heinrich-Hubertus Helmke, Christian Ehlers und Michael Pahlow)
Die Delegierten der norddeutschen Rübenanbauer beim CIBE-Kongress (v. l.: Thomas Tiedemann, Ralf Tegtmeyer, Niels Kynast, Eckhard Hinrichs, Dr. Heinrich-Hubertus Helmke, Christian Ehlers und Michael Pahlow)

Im Abstand von drei Jahren veranstaltet die Europäische Rübenanbauervereinigung CIBE einen großen Kongress. Mitte Juni fand dieser im niederländischen Rotterdam statt. Rund 180 Teilnehmer aus 15 Nationen waren zusammengekommen, um aktuelle Fragen rund um Zucker und Rüben zu diskutieren.

In der Abschlusserklärung machten sie auf die Herausforderungen des Rübenanbaus für die nachhaltige Sicherung der heimischen Lebensmittelversorgung aufmerksam:

Um die Produktivität zu steigern, sollten technische Engpässe im Anbau beseitigt und klimaangepasste Maßnahmen gezielt gefördert werden. Gleichzeitig sollte verstärkt in umweltfreundliche und CO2-sparende Verfahren investiert werden. Ein Bürokratieabbau wird als dringend notwendig erachtet, damit Innovationen schneller und praxistauglich umgesetzt werden können.

Zur Stärkung der Krisenresistenz fordert die CIBE ein erhöhtes GAP-Budget sowie eine bessere Absicherung gegen Preisschwankungen. Zudem sollte die Entwicklung neuer Absatzmärkte – beispielsweise für Bioethanol oder andere biobasierte Produkte – zur wirtschaftlichen Stabilität beitragen. Faire Vertragsbedingungen für die Rübenanbauer und eine gerechte Verteilung der Wertschöpfung innerhalb der Lieferkette sind weitere wichtige Ziele.

Zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel, sind „einheitliche Spielregeln“ erforderlich, die vergleichbare Produktionsstandards für Importe gewährleisten. Handelsabkommen, die zu unfairen Marktöffnungen führen, werden abgelehnt. Gleichzeitig wird der Aufbau langfristig stabiler und fairer Handelsbeziehungen angestrebt.

Mehr über den CIBE Kongress lesen sie in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Zuckerrübe.